Statement zur BDS-Kundgebung in Berlin am 9. November

Am 9. November 1938 wurden etwa 400 Jüdinnen*Juden ermordet, über die Hälfte der Gebetshäuser und Synagogen in Deutschland wurde zerstört, in Berlin 11 von 14 Synagogen. Bereits vor dem 9. November wurden Jüdinnen*Juden Schritt für Schritt aus der Gesellschaft ausgegrenzt. Es gab Berufsverbote, Ausschluss aus Universitäten und die Arisierung von jüdischen Unternehmen. Dies zeigte sich zum Beispiel für alle sichtbar in Sprüchen wie „Kauft nicht bei Juden“ an jüdischen Geschäften.

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We’ll come United / CommUNITY Carnival – Eine Bemerkung

Im Frühjahr 2016 fand der erste “Karneval der Geflüchteten” in Berlin statt. Gerade die Einbeziehung Geflüchteter und verschiedener (antirassistischer) Initiativen schien gut zu gelingen. Überschattet wurde der Einsatz für die Rechte Geflüchteter jedoch durch antisemitische Tendenzen bei einem Teil der Organisator*innen und Teilnehmer*innen. So redete mit Mayam Grassmann eine Mitorganisatorin und regelmässige Teilnehmerin des jährlichen antisemitischen Al-Quds Aufmarsches von einem Lautsprecherwagen und auf der Demonstration erschallte wiederholt der Sprechchor “Intifada bis zum Sieg”. Ein Transparent, mit offensichtlicher widerlicher Intention, kündete von “6 Millionen vertriebenen Palästinensern”.

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#b1908 – Ein Aufruf gegen den Konsens – Nie wieder Deutschland!

Am 19.08. wollen Neonazis in Spandau und Charlottenburg aufmarschieren. Anlass ist der 30. Todestag des NS-Politikers und Mitverfassers der Nürnberger Rassegesetze Rudolf Heß. Dieser beging 1987 im alliierten Kriegsverbrechergefängnis in Spandau Selbstmord. Aufbauend auf der Behauptung, es habe sich bei den Gründen seines viel zu späten Ablebens um einen Mord gehandelt, ist er seitdem Ziel neonazistischer Märtyrerverehrung (1).

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17.06. | Gegen den Aufmarsch der Identitären – Ein Auf-Zwischen-Ruf

Morgen, am Samstag den 17.06. will die “Identitäre Bewegung” wieder in Berlin aufmarschieren. Zu der europaweit beworbenen Demonstration behaupten die Organisatoren 1000 Teilnehmer zu erwarten. Wahrscheinlich werden es weniger. Die Route beginnt am Bahnhof Gesundbrunnen. Ziel ist der Hauptbahnhof. Der Beginn der Demonstration ist mit 14 Uhr angegeben. Die wichtigen Informationen zum Geschehen auf der Straße finden sich beispielsweise im Aufruf des Berliner Bündnis gegen Rechts.

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Rot statt Bunt – Gegen religiöse Hochschulgruppen

Bei der aktuellen Wahl zum Studierenden Parlament an der Technische Universität Berlin (TU Berlin) tritt eine neue religiöse Hochschulgruppe an. Nein, der Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) hat sich hier nicht neugegründet. ASES ist ein explizit muslimscher Zusammenschluß. Besser macht es das allerdings nicht. Die Gruppe sieht sich laut ihrer Facebookseite gerne mal in “osmanischer Tradition”. Striktes Fasten zu Ramadan ist für sie Pflicht.

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Gäste des AfD-Lokals „Ratskeller“ in Charlottenburg informiert

Im letzten Monat haben wir den Kontakt zu Gästen des Ratskellers in Charlottenburg gesucht. Unser Ziel war es, sie über den Ort an dem sie zu speisen gedachten aufzuklären. Vor dem Eingang des Ratskellers nutzten wir den unten aufgeführten Flyer-Text, um ins Gespräch zu kommen. Dabei wurde schnell klar, dass abgesehen von Rechtsgesinnten hier offenbar nur noch wenige einkehren wollen. Blicke ins Innere des Kellers bestätigten diese Vermutung. Jene Seltenen, die kamen, konnten fast alle von einem Ausweichen auf andere Lokalitäten überzeugt werden.

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